WIE

wir unsere Brände herstellen

Alles eine Frage des richtigen Zeit­punkts

Die Kunst der Reduktion. Die besten Rezepte schreibt die Natur, deshalb erzeugen wir unsere Schnäpse nur aus einer einzigen Zutat: Obst!

Diese ergänzen wir mit einer großen Portion Leidenschaft, dem Wissen um den richtigen Zeitpunkt sowie viel Geduld, Liebe und Sorgfalt. Und einem Qualitätsanspruch ohne Kompromisse. All das fängt bei der Auswahl der Früchte an und hört beim Brennen noch lange nicht auf. Denn erst durch eine Ruhe- und Reifezeit von vielen Jahren werden junge Brände zu edlen Tropfen: stark und konzentriert, dennoch feinfruchtig und geschmeidig.

Obstqualität

Nur das Beste ist gut genug

Die Kunst der Natur. Nur aus bestem Obst kann bester Schnaps werden. Darum sind wir bei der Wahl unserer Früchte sehr anspruchsvoll. Das beginnt bereits bei der Auswahl der richtigen Sorte, denn nicht jeder Apfel oder jede Beere eignet sich für einen Spitzenbrand: Wir begeistern uns sowohl für kultivierte Früchte wie die Wachauer Marille als auch für Raritäten oder seltene Sorten wie den Gravensteiner Apfel bis hin zu wildwachsenden Früchten wie die Waldhimbeere oder Schlehe. Wir finden diese in den besten Erntegebieten und gewinnen unser Obst ausschließlich aus Lagen, in denen die jeweilige Frucht unter optimalen Bedingungen zu ihrer Perfektion gedeihen kann.

Jede Marille, jede Birne und natürlich auch jede andere unserer Früchte bleibt so lange am Baum oder am Strauch, bis sie den höchstmöglichen Zuckergehalt erlangt hat – eine Vorgehensweise, die uns und den Bauern viel Geduld abverlangt und mehrere Wochen dauern kann, denn naturgemäß erreichen nicht alle Früchte einer Sorte zum selben Zeitpunkt den Höhepunkt ihrer Reife. Aber nur vollmundiges, gesundes Obst ist und bleibt die Basis für einen exquisiten Schnaps, und deshalb nehmen wir diesen Aufwand gerne in Kauf.

Mit unseren Obstbauern verbinden uns zumeist schon jahrelange Partnerschaften sowie das gemeinsame Streben nach Spitzenqualität. Bei schlechten Witterungs- und Reifebedingungen zittern wir mit ihnen, denn nur die Qualität der Früchte bestimmt unsere Erntemengen. Und wenn diese nicht unseren Anforderungen entspricht, kann es auch vorkommen, dass wir in einem Jahr auf eine Sorte gänzlich verzichten müssen. Dafür freuen wir uns umso mehr, wenn wir Früchte am Höhepunkt ihres Aromas ernten dürfen – der Stoff, aus dem die Träume des Schnapsbrenners sind.

Gärung

Die natürliche Ver­wandlung des Frucht­zuckers

SORGFALT IST DAS A UND O.

Die Kunst der Verwandlung. Sorgfalt ist unser steter Begleiter bei der Ernte, und auch bei der Verarbeitung der Früchte ist diese ebenso wie absolute Sauberkeit gefragt: Das Obst wird direkt vor Ort penibel aussortiert und gewaschen, um anschließend in speziellen Gärbehältern zerkleinert – sprich "eingemaischt" – zu werden. Dort setzt die auf den Fruchtschalen natürlich vorkommende Hefe die sogenannte stürmische Gärung innerhalb weniger Stunden in Gang und beginnt, den Fruchtzucker der Maische in Alkohol zu verwandeln. Man könnte diesen Prozess durch Zugabe von Gärhilfen beschleunigen, doch das widerspricht unseren Prinzipien: Wir lassen die Verwandlung auf 100 % natürliche Weise geschehen, denn nur so bleiben die feinen Fruchtaromen in ihrer Reinheit voll erhalten. Deshalb kommen bei uns auch niemals Maischezusätze irgendwelcher Art zum Einsatz – dies würde unnötig in die Verwandlungskunst der Natur eingreifen und ihr köstliches Resultat verfälschen.

Brennen

so langsam und schonend wie möglich

Doppelt brennt besser.

Die Kunst der Konzentration. Nach abgeschlossener Gärung wird die Obstmaische – wie in Tirol seit jeher üblich – zweimalig im Kupferkessel gebrannt. Dafür nehmen wir uns viel Zeit, denn die Maische muss so langsam und schonend wie möglich zu Schnaps verwandelt werden. Der Alkohol ist dabei unersetzbarer Träger der Aromen, welche es durch das behutsame Brennen zu bewahren gilt. Im ersten Durchlauf gewinnen wir den Raubrand, im zweiten Durchgang wird er zu Feinbrand konzentriert. Von diesem gilt es schließlich mit Fingerspitzengefühl, Kenntnis und Erfahrung das sogenannte Herzstück zu extrahieren – der Schritt, bei dem sich entscheidet, ob aus bester Maische auch bester Schnaps wird. Und natürlich verleiht der Brenner jedem Schnaps und Jahrgang eine, seine persönliche Note. So verdichten sich bis zu 80 Kilogramm Obst zu einem Liter Destillat.

Lagern

Gut Schnaps will Weile haben

Gebrannt ist er noch längst nicht fertig.

Die Kunst des Wartens. Wir geben unseren Schnäpsen Zeit. Viel Zeit! Weil wir wissen, dass Gutes so noch besser werden kann. Im Glasballon reifen die Destillate bis zu zehn Jahre lang, die Aromen verbinden sich perfekt mit dem Alkohol und gelangen zu einer köstlichen Harmonie. Wir kontrollieren diesen Prozess regelmäßig und freuen uns daran, den Schnaps über die Jahre bei seiner Vollendung zu begleiten.

Der sogenannte „Engelsanteil“, also jener Teil an Alkohol, der während des Lagerns verdunstet, trägt dazu bei, dass unsere Schnäpse zu dem werden, was sie sind: stark, aromaintensiv und mild zugleich. Die lange Ruhezeit nimmt dem Schnaps trotz seines höheren Alkoholgehalts die Schärfe und macht ihn angenehm zu trinken. Kraft und Geschmeidigkeit sind so bei uns kein Gegensatz.

Die jahrelange Reife ersetzt auch die Zugabe von unnötig viel Wasser – darum bleiben unsere Brände von Natur aus glasklar und voller Frucht, an deren sortentypischem Nachklang sich der Gaumen noch lange erfreut. Unsere Schnäpse müssen – wie es die Tiroler Schnapstradition seit jeher verlangt – nicht filtriert werden. Ein Vorgang, der die Qualität eines Spitzenbrandes unzulässig mindern würde und deshalb für uns nicht in Frage kommt.


Unsere Destillate reifen bis zu zehn Jahre in offenen Glas­ballons.

„Mit­entscheidend für die Qualität eines Destillats ist die behutsame Reifung, das Alter eines Schnapses.“

ANNIA
RAINER-ROCHELT

„Mit­entscheidend für die Qualität eines Destillats ist die behutsame Reifung, das Alter eines Schnapses.“

ANNIA RAINER-ROCHELT

Unsere zehn Prinzipien

Auf den Punkt gebracht

1

Nur die voll­reifen Früchte aus der besten Gegend.

2

Wir stimmen die Arbeits­weise genau mit unseren Obst­bauern ab.

3

Bei der Ver­arbeitung der Früchte achten wir auf absolute Sauber­keit.

4

Die Vergärung der Obst­maische geschieht auf natürliche Weise.

5

Wir brennen so langsam und schonend wie nur möglich.

6

Unser Schnaps reift über Jahre zu seiner Voll­endung.

7

wir kontrollieren unsere Schnäpse während des gesamten Entstehungs­prozesses.

8

Ein Rochelt wird niemals filtriert.

9

Kraft und Geschmeidig­keit sind bei uns kein Gegen­satz.

10

Ein Rochelt ist 100 % natürlich und voller Frucht!